Gosho Aoyama


aoyama.gif

  • Name: Yoshimasa "Gosho" Aoyama
  • Geburtsdatum: 21. Juni 1963
  • Geburtsort: Daiei in der Präfektur Tottori (Japan)
  • Geschlecht: männlich
  • Erster Comic: "Chotto Matte" (Wait a minute) (1986)
  • Weitere Comics: Magic Kaito, YAIBA, Third baseman No.4, Meitantei Conan (aktuell 68 Bände)
  • Preise: 19. Shogakukan Inc. Debut Award (1986 für Chotto Matte), 38. Shogakukan Comic Price (1988 für YAIBA als bester Kinder-Manga), 46. Shogakukan Comic Price (1996 für Meitantei Conan als bester Shonen Manga)

Geboren wurde der Mangaka als Yoshimasa Aoyama am 21. Juli 1963 in der japanischen Präfektur Tottori. Schon in seiner Kindheit liebte er Kriminalromane, insbesondere die Sherlock-Holmes-Reihe von Arthur Conan Doyle, was ihn später zu seinem bekanntesten Werk inspirieren sollte. Ebenfalls als Inspiration für seine Arbeit diente ihm Kendo (Fechten mit dem Schwert), was er selbst ein Jahrzehnt lang betrieb. Wie so viele Japaner ist er jedoch auch von Japans zweitem Nationalsport Baseball sehr angetan und favorisiert die "Tokyo Giants".

Seinen ersten Manga "Chotto Matte" (auf Deutsch: Wart mal kurz) veröffentlichte er 1986 und bekam dafür gleich den Shogakukan Award als bester Nachwuchszeichner.

Anschließend arbeitete er an dem hierzulande wohl zweitbekanntesten Werk: "Magic Kaito" alias "Kaito Kid", dessen Abenteuer im Manga Twister erschienen sind. Dieser erste Ausflug von Aoyama in die Welt der Kriminellen brachte es bisher auf drei Bände, ist jedoch noch nicht offiziell abgeschlossen. Vielmehr lebt Kaito Kid in kleineren Gastauftritten weiter, bis Gosho Aoyama gelegentlich Zeit findet, die Geschichte um den Meisterdieb fortzusetzen. Zuletzt erschienen 2002 wieder einige Kapitel im Shonen Sunday Magazin, der bisher letzte Sammelband wurde jedoch schon 1994 veröffentlicht.

1989 beginnt schließlich die Veröffentlichung von Aoyamas erstem großen Erfolg: "Yaiba!" Yaiba Kurogane ist auch der Name des Hauptcharakters, ein kleiner Junge, der im Dschungel einer kleinen Insel fernab von solchen neumodischen Erfindungen wie Telefonen, Autos oder Fernsehern aufwuchs. Langweilig ist ihm jedoch keineswegs, denn sein Vater (der Kendo-Meister Japans) trainiert ihn seit seinem zweiten Lebensjahr im Kendo – und wie man sich denken kann, bringt es Yaiba schon zu einer bemerkenswerten Perfektion.

Durch einen Zufall verschlägt es den Jungen nach Tokio, wo er mit einer ihm völlig neuen Welt konfrontiert wird. Nach einigen Schwierigkeiten wird er schließlich von seinen Mitmenschen akzeptiert, mit einer Ausnahme: Takeshi Onimaru, sein Rivale im Kendo-Klub, kennt nur ein Ziel: Er will Yaiba im Kendo um jeden Preis besiegen. Von seinem Großvater bekommt er das Schwert des Windgottes, jedoch kann seine Persönlichkeit dieser Macht nichts entgegensetzen – und schließlich beschwört der besessene Onimaru sogar Dämonen, die Tokios Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen.

Yaiba muss erkennen, dass seine Kraft nicht ausreicht, um diesen übermenschlichen Onimaru zu besiegen. Aus diesem Grund macht er sich auf den Weg zum weisen Kendo-Meister Musashi, um bei ihm zu trainieren. Mit seinen verbesserten Fähigkeiten und dem Schwert des Donnergottes, welches ihm Musashi gibt, muss Yaiba die Dämonen bannen und Tokio, ja, sogar die ganze Welt, retten!

Gosho Aoyama, der in "Yaiba" seine eigenen Kendo-Erfahrungen einbringen konnte, bekam dafür wieder den Shogakukan Comic Prize in der Kategorie "Bester Kinder-Comic", und das war erst der Anfang. Yaiba brachte es nicht nur auf stolze 24 Manga-Bände, es gab ab 1993 auch eine Anime-Serie, die immerhin 52 Folgen umfasst. Yaibas Synchronsprecherin Minami Takayama blieb Aoyamas Werken übrigens treu und leiht ebenfalls dem japanischen Conan ihre Stimme.

Eine weitere Inspiration für "Yaiba" sehen viele Fans im Filmklassiker "Die sieben Samurai" des verstorbenen Regisseurs Akira Kurosawa, den der begeisterte Kinogänger Aoyama sehr verehrt.

Nach dem Ende von "Yaiba" gelang Gosho Aoyama, was nicht vielen Mangaka glückt: Einen großen Erfolg noch zu toppen. Seit 1994 ermittelt Conan Edogawa alias Shinichi Kudo im Schatten des trotteligen Kogoro, und es ist nach 69 Bänden, der Kurzgeschichtenserie von Aoyamas Assistenten und über 300 TV-Folgen noch kein Ende in Sicht – ein Dauerbrenner, an dem wohl kein Manga- oder Anime-Fan vorbeikommt, sowohl in Japan als auch in Deutschland. Dass er dafür wieder einen Preis von Shogakukan (diesmal für den besten Shonen-Manga) abräumte, ist da wohl selbstverständlich.